Resumée der Pop-ups am Alten Wall: „Große Chance und mehr Sichtbarkeit für Marke und Kreative“

Resumée der Pop-ups am Alten Wall: „Große Chance und mehr Sichtbarkeit für Marke und Kreative“ 3500 2333 Verena Liebeck
#behind­the­scenes

Resumée der Pop-ups am Alten Wall: „Große Chance und mehr Sichtbarkeit für Marke und Kreative“

19. Dezember 2022

Im Rahmen der Koope­ration des Programms Frei_Flächen der Hamburg Kreativ Gesell­schaft und des Alten Walls betreiben Designerin Alina Klemm und André Cramer mit seinem Label La Tribune Noire noch bis Ende 2022 ihre Pop-up Stores inmitten der Hamburger City. Wir sprachen mit ihnen über ihr persön­liches Resumée und ihre Pläne für 2023.

Wie lautet Euer Fazit zum Programm Frei_Flächen der Hamburg Kreativ Gesell­schaft in Koope­ration mit dem Alten Wall?

Alina Klemm: Das Programm Frei_Fläche der Hamburg Kreativ Gesell­schaft ist ein großar­tiges Projekt für das Wachstum junger Unter­nehmen. Durch dieses Projekt können junge Unter­nehmen sich an Stand­orten etablieren, die aufgrund des regulären Mietpreises nie in Frage gekommen wären. Zusätzlich hat man dadurch die Möglichkeit bei attrak­tiven Kondi­tionen den statio­nären Handel zu testen und auszu­bauen. Über die Fläche hinaus haben wir zusätzlich Förder­mittel für Marke­ting­zwecke gestellt bekommen, um den Pop-up zu bewerben und so mehr Kunden zu erreichen. Rückbli­ckend war das Projekt eine hervor­ra­gende Chance für mich, meine Marke ALINA KLEMM in der Innen­stadt Hamburgs erfolg­reich zu etablieren.

André Cramer: Natürlich war die Initiative Frei_Fläche eine logische Konse­quenz aus der Retail-Immobilien-Situation in Hamburg City während der Corona Pandemie und den Lockdowns. Aller­dings war die Möglichkeit, sich als StartUp 12 Monate lang mitten in Hamburgs City präsen­tieren zu können, eine riesige Chance und von unschätz­barem Wert für Kreative und Kreativ-Startups.

Welche Chancen hat Euch der Pop-up Shop am Alten Wall verschafft?

Alina Klemm: Der Pop-up Store im Alten Wall hat mir vor allem mehr Sicht­barkeit für mein Label gegeben. Besonders in den Sommer­mo­naten konnte ich viele Touristen erreichen und so die Marke deutsch­landweit streuen. Die Pop-up Fläche hat mir zusätzlich die Chance geboten, mich direkt mit Laufkund­schaft auszu­tau­schen und meine Zielgruppe dadurch zu festigen. Der feste Standort hat sich vor allem positiv auf die Kunden­be­ziehung ausge­wirkt, dadurch dass der Store so zentral gelegen ist, sind meine Kunden regel­mäßig in die Innen­stadt gekommen. Der Pop-up Store hat mir zusätzlich die Chance geboten, viele Events mit anderen Designern, Brands und Kreativen zu veran­stalten. Dadurch konnten wir unseren Kunden eine neue Art des Shoppings, also das Event-Shopping anbieten, der Kunde hat somit immer wieder etwas Neues kennen­ge­lernt. Außerdem konnten wir somit positiv zur Sicht­barkeit des Alten Walls beitragen.

Alina Klemm

Konntet Ihr Euer Geschäft besser etablieren, festigen oder ausbauen? 

Alina Klemm: Innerhalb eines Jahres ist viel passiert, was sich auch auf das Wachstum der Marke ausge­wirkt hat. Neben den 2G+ Regeln, dem Beginn des Kriegs, der Inflation und Energie­krise, ist es trotzdem ersichtlich, dass sich ALINA KLEMM erfolg­reich im Alten Wall etabliert hat. Durch unsere regel­mä­ßigen Events mit Koope­ra­ti­ons­partnern, haben wir unseren Kunden immer wieder etwas Neues gezeigt und konnten auch dadurch neue Kunden für uns gewinnen. Das Konzept eines nachhal­tigen Designer­labels wurde gut im Alten Wall angenommen. Aufgrund des Wachstums des Labels war es mir möglich, meine Produktion weiter auszu­bauen, neue Koope­ra­ti­ons­partner zu gewinnen und mein Designer­label auf der Berlin Fashion Week zu präsentieren.

André Cramer: Gerade in einer Phase des Brand Buildings, in der sich mein Unter­nehmen und teilweise auch die Brands meines Sorti­ments befinden, war der Alte Wall ein hochwer­tiger und reprä­sen­ta­tiver Rahmen, um hochwertige und nachhaltige Produkte zu präsen­tieren. Mit der Reali­sierung des La Tribune Noire Pop-up Concept Stores zum 16. Dezember 2021 am Alten Wall hat nicht nur ein Startup die Möglichkeit bekommen, sich zu präsen­tieren, sondern es konnte eine ganze gesell­schaft­liche Gruppe reprä­sen­tiert werden. Schwarzes Unternehmer:innentum auf 130 m2 in Hamburgs City zu präsen­tieren, war Chance und Möglichkeit gesell­schaft­liche Teilhabe einzu­fordern und zu gestalten. Allein die Tatsache, dass in der Zeit am Alten Wall die Zahl der präsen­tierten Brands, Kreativen, Vereinen und Initia­tiven von anfänglich 16 im Dezember 2021 bis auf 61 im Dezember 2022 gestiegen ist, bescheinigt nicht nur Erfolg, sondern auch Bedarf.

Was verbindet Euch persönlich mit dem Alten Wall?

Alina Klemm: Von Beginn an hat eine familiäre Atmosphäre am Alten Wall geherrscht, in die ich direkt herzlich aufge­nommen wurde. Ich verbinde mit dem Alten Wall alle unver­gess­lichen Events mit meinen Koope­ra­ti­ons­partnern, das eine oder andere Glas Wein mit meinen Kundinnen nach Feier­abend und natürlich die sehr unter­halt­samen Afterwork- Abende mit meinen Nachbarn.

André Cramer: Mitten in der City, direkt neben dem beein­dru­ckenden Hamburger Rathaus tätig zu sein, und das Geschehen und das Image in dieser Gegend der Hanse­stadt für eine Zeit lang mitge­stalten zu dürfen, war für mich persönlich eine sehr besondere Aufgabe und eine schöne Zeit. Das mich zwei Hamburger Senatoren im Vorbei­gehen nicht nur namentlich grüßen, sondern auch schon zwei Mal im La Tribune Noire Concept Store zu Besuch waren und sich die Themen und Anliegen meine Unter­nehmung angehört haben, hat mich unheimlich stolz gemacht.

Art Invest hat es mit dem momen­tanen Mieter:innen-Mix geschafft, ein Umfeld und ein Klima der geschäft­lichen Koope­ration und der freund­schaft­lichen Zusam­men­arbeit zu kreieren. Es hat täglich sehr viel Spaß mit der Alte-Wall-Community gemacht.

André Cramer

Was sind Eure Pläne für 2023?

Alina Klemm: Das Designer Label ALINA KLEMM soll natürlich auch 2023 weiter­wachsen. Dafür suchen wir für das Label einen festen Standort in Hamburg, wo wir die Marke optimal etablieren können. Zusätzlich werden wir unseren Onlineshop weiter ausbauen, um auch deutsch­landweit zu wachsen. Wir planen größere Events mit tollen Koope­ra­ti­ons­partnern und freuen uns auf die Veröf­fent­li­chung der nächsten Kollektionen.

André Cramer: Da die Initiative Frei_Fläche der Hamburg Kreativ Gesell­schaft auch 2023 fortge­führt werden wird, wird La Tribune Noire versuchen noch einmal richtig Gas zu geben, sich zu vergrößern, sowie weitere und neue kreative Themen in Angriff zu nehmen. Was sich aus der guten Zusam­men­arbeit 2022 zwischen Art Invest und La Tribune Noire zukünftig und über 2023 hinaus entwi­ckeln wird, werden wir sehen. Ich bin zuver­sichtlich, dass wir noch das eine oder andere gemeinsame Projekte reali­sieren können.

www.alinaklemm.de
https://latribunenoire.de/