Die Affenfaust Galerie: Vernetzung durch Kunst

Die Affenfaust Galerie: Vernetzung durch Kunst 1500 1125 Verena Liebeck
#kunst #behind­the­scenes

Die Affenfaust Galerie: Vernetzung durch Kunst

10. Dezember 2021

Die Macher aus St. Pauli wollen mit ihrem Angebot möglichst viele Menschen erreichen - auch durch den Pop-up-Standort am Alten Wall.

Wer in diesen Tagen vom Alten Wall Richtung Fleet marschiert, hat ihn längst entdeckt: den Pop-up Standort der Affen­faust Galerie aus St. Pauli. Von Mittwoch bis Samstag kann man am Alten Wall 12 von je 14h bis 18h bis Weihnachten Kunst, aber auch zum Beispiel Weine und künst­le­rische Puzzle erwerben und an den Advents­sams­tagen Künstler und Künst­le­rinnen vor Ort erleben.

Die Pop-up Location spiegelt im Grunde am besten dar, was die Macher – Marcus Schild und Frederik Schäfer – mit der Affen­faust Galerie im Hinterkopf haben: eine Vernet­zungs­plattform für ganz unter­schied­liche Menschen zu schaffen.

Als sie 2012 den Affen­faust Space gründeten, hatten sie alles Mögliche im Kopf nur keine klassische Galerie. Marcus Schild hatte Design studiert, Frederik Schäfer vorher Webdesign gemacht. Sie schufen einen Ort, um frei zu denken und zu experi­men­tieren. Selbst als später das Wörtchen Galerie dazukam, hatten sie nie klassi­sches Galerie­ge­schäft im Sinn. „Wir möchten möglichst viele Leute erreichen und niedrig­schwel­ligen Zugang zu Kunst bieten“, erzählt Frederik Schäfer. Dabei findet nicht nur alles in den Galerie­räumen in St. Pauli statt. Das Affen­faust Team geht auch gerne mit Aktionen in den öffent­lichen Raum. So haben sie etwa den Kultur­Ener­gie­Bunker in Altona gestaltet, beim Reeper­bahn­fes­tival mitge­mischt und mit Knoten­punkt das größte Festival für Urban Arts in Nordeuropa aufgezogen.

Marcus Schild (links) und Frederik Schäfer sind die Mache der Affen­faust Galerie.

Bloß kein kommer­zi­elles Business

Mit ihrer eklek­ti­schen Auswahl an Urban Arts und zeitge­nös­si­scher Kunst ziehen sie immer wieder ein sehr hetero­genes Publikum an. Jung und Alt mischen sich ebenso bei ihnen wie Kunstfans und Neulinge der Szene.

An einem Standort in der Innen­stadt reizt sie vor allem, neue Zielgruppen zu erreichen, Berüh­rungs­ängste vor Kunst abzubauen. „Durch Koope­ra­tionen entsteht immer etwa Neues“, sagt Frederik Schäfer. Und so sind sie selbst mehr als neugierig, was sich durch den Standort am Alten Wall noch alles ergeben mag.

Die Affen­faust Galerie hat ihre Nische gefunden. Mit dem durch­kom­mer­zia­li­sierten und mitunter glamou­rösen Galerie-Business können Schild und Schäfer nicht viel anfangen. Um jeden Preis groß zu werden, ist nicht ihr Ziel. Viel mehr haben sie Lust auf neue Erfah­rungen. Dazu gehört etwa, mehr Instal­la­tionen im öffent­lichen Raum zu realisieren.

Ihren Namen haben sie übrigens per Zufall gefunden, als sie in einem Lexikon blätterten und beim Buchstaben „A“ einfach anfingen. Und der Wurfknoten im Logo ist ein perfektes Sinnbild, um „Neues an Land zu ziehen“ (Frederik Schäfer). Man darf also gespannt sein, womit die Affen­faust Galerie künftig von sich reden macht. Wir halten auf jeden Fall die Augen auf.

 

Affen­faust Galerie goes Alter Wall

Öffnungs­zeiten:

Bis 24.12.2021
Mittwoch bis Samstag von 14h bis 18h

https://affenfaustgalerie.de/

Die Affen­faust Galerie will durch eine Auswahl an Urban Arts und zeitge­nös­si­scher Kunst möglcihst viele Menschen erreichen © Thomas Engel.