Wie der Mobilitätsanbieter LYNK & CO mehr Menschen für Carsharing begeistern will

Wie der Mobilitätsanbieter LYNK & CO mehr Menschen für Carsharing begeistern will 864 1080 Verena Liebeck
#behind­the­scenes

Wie der Mobilitätsanbieter LYNK & CO mehr Menschen für Carsharing begeistern will

19. November 2021

In Hamburg stehen Autos durch­schnittlich 23 Stunden pro Tag ungenutzt herum: Deshalb will LYNK & CO mit einem modernen System auf Mitglie­der­basis Carsharing neu definieren.

 

Wer durch die großen Schau­fenster von LYNK & CO am Alten Wall schaut, sieht nicht nur einen schicken kompakten SUV, sondern auch eine Café-Bar, einen großen silbernen Engelskopf, eine Stange mit coolen Sweatern und einiges mehr. Der Mobili­täts­an­bieter LYNK & CO hebt sich mit den lässigen Pop-up-Clubs ganz bewusst von klassi­schen Geschäften ab. Der Club möchte Besucher und Besuche­rinnen neugierig auf eine neue Art von Carsharing machen.

„Carsharing soll bei uns so einfach wie ein Spotify-Abo sein. Ohne große Bürokratie, ohne lange Verträge und Warte­zeiten“, erklärt Rainer Schmid­huber, Club Manager des Pop-up Clubs in Hamburg. Drei Membership-Modelle bietet LYNK & CO und bringt dazu ein eigenes Auto in zwei Farben mit – schwarz und blau. Der kompakte SUV, den man direkt vor Ort auch Probe fahren kann, kommt als Vollhybrid und Plug-in-Hybrid-Version.

Rainer Schmid­huber ist Club Manager des LYNK & Co. Pop-up Club in Hamburg.

Carsharing 2.0: Die Community teilt sich ein Auto zu ihren Konditionen

Wer sich für LYNK & CO entscheidet, kann ein Auto flexibel wie einen Streaming-Kanal mieten und mit Freunden, der Familie oder Mitgliedern teilen. Oder man wird einfach Mitglied ohne Auto und nutzt die Wagen anderer Members. Auch ein Kauf des schicken SUVs ist möglich. Käufer und Käufe­rinnen entscheiden dann selbst, ob sie ihren Wagen mit der LYNK & CO-Community teilen. Zu welchen Kondi­tionen und Zeiten die Mitglieder ihr Auto zur Verfügung stellen, bleibt allein ihnen überlassen. Ein Konzept, das gut ankommt. „Die Leute sind begeistert und sagen uns immer wieder, wie zeitgemäß sie das Angebot finden“, erzählt Rainer Schmid­huber. Er und sein Team infor­mieren Inter­es­sierte über das Konzept. Der Abo-Abschluss selbst läuft über ein Verkaufsteam und Online. Rainer und seine Kollegen sind eher Marken­bot­schafter, um die Idee in die hansea­tische Metropole zu tragen. Schmid­huber selbst war früher in der Luxus-Hotel­lerie etwa im Sir Nikolai Hotel und auf Kreuz­fahrt­schiffen unterwegs.

Das Unter­nehmen liegt mit Carsharing voll im Trend. Gerade jüngere Leute wollen sich laut Studien gar kein Auto mehr anschaffen. Denn man weiß, dass etwa in Hamburg die meisten Autos 23 Stunden pro Tag ungenutzt herum­stehen. In der norddeut­schen Metropole kommt erschwerend hinzu, dass viele Haushalte sogar zwei Autos haben. Bei LYNK & CO teilen sich hingegen im Schnitt acht Menschen ein Auto. Noch Fragen?

Nachweisbare Nachhal­tigkeit bis ins Detail

Neben dem neuar­tigen Carsharing Ansatz legt LYNK & CO sehr viel Wert auf eine nachhaltige Strategie des gesamten Geschäfts­mo­dells. So ist zum Beispiel der SUV nicht mit Leder­sitzen ausge­stattet. Statt­dessen werden für die Autositze recycelte Fischer­netze genutzt. An der Café-Bar wird Fairtrade-Kaffee serviert. Und die vielen weiteren Produkte von befreun­deten Marken aus Schweden sind im Kern ebenfalls nachhaltig. Auch die Einrichtung der Clubs, die an jedem Standort anders ist, wird nach Schließung von Pop-up Clubs woanders wieder­ver­wendet. So geht man schonend mit Ressourcen um.

Wer übrigens wissen möchte, was es mit dem großen Engelskopf auf sich hat, sollte einfach mal in den Club gehen und ihn aus der Nähe ansehen. Ähnlich wie die Stühle im Club kommt er nämlich aus dem 3-D-Drucker. Die LYNK & CO Community mag es eben auch unkonventionell.

In den nächsten Monaten wird der Mobili­täts­an­bieter das Konzept in sieben Ländern ausrollen. Hamburg war der erste Club in Deutschland. Im Herbst folgen weitere Clubs in München als Pop-up und in Berlin als perma­nenter Club. Und wer weiß, vielleicht können bald auch endlich wieder Events und Parties in den Clubs statt­finden. Denn eines dürfte feststehen, je besser man die Community kennt, desto eher vertraut man ihr das Auto an.

Der Mobili­täts­an­bieter hebt sich mit den lässigen Pop-up-Clubs ganz bewusst von klassi­schen Geschäften ab.