Aufbruch in den Frühling

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#behind­the­scenes

Aufbruch in den Frühling

18. Mai 2021

Wer in diesen Tagen durch die hübsche Passage vom Alten Wall Hamburg läuft, kann sich dort über einen pracht­vollen Kirsch­blü­ten­kranz freuen. Damit feiert der Alte Wall im Kleinen das Kirsch­blü­tenfest, das eigentlich jährlich im Mai in der Hanse­stadt statt­findet. Seit 1968 bedankt sich die japanische Gemeinde Hamburgs mit dem Kirsch­blü­tenfest bei den Hanseaten und Hansea­tinnen für ihre Gastfreund­schaft. Rund um das Teehaus im japani­schen Garten von Planten un Blomen wird in Rahmen des Festes ein umfang­reiches Programm aus Kultur, Musik, Kunst, Sport und Gastro­nomie veran­staltet. Im Laufe der Zeit haben sich über 100 Firmen aus Japan in Hamburg angesiedelt und mit Osaka verbindet Hamburg eine langjährige Städtepartnerschaft.

Höhepunkt des Festes ist das Feuerwerk über der Alster, das tradi­tionell am Freitag­abend des Festwo­chen­endes statt­findet. Man kann sogar mit Booten auf der Alster rumschippern, um sich das Feuerwerk von der Nähe aus anzusehen. Und viele Hamburger und Hambur­ge­rinnen picknicken dann an den Ufern und genießen die Aussicht.

Hamburg hat übrigens sogar eine eigene Kirsch­blü­ten­kö­nigin. Dieses Privileg vergibt die „Japan Sakura Foundation“ nur an zwei Städte: Washington und eben unsere norddeutsche Metropole.

Die Kirsch­blüte spielt in der Tradition Japans eine wichtige Rolle. Steht sie doch für den Anfang des Frühlings und wird mit Aufbruch, Vergäng­lichkeit und weiblicher Schönheit assoziiert. 5.000 Kirsch­bäume stehen an den Ufern der Alster, der Kenne­dy­brücke, der Alster­krug­chaussee und am Altonaer Balkon. Sie waren ein Geschenk der japani­schen Gemein­schaft und ihrer Firmen in Hamburg in den 60ziger Jahre. Und sie sind bis heute ein überaus beliebtes Fotomotiv, wenn sie in voller Blüte stehen.