Als der Alte Wall zur Bühne wurde: Acht Tage, die Hamburg zum Leuchten und Feiern brachten

Als der Alte Wall zur Bühne wurde: Acht Tage, die Hamburg zum Leuchten und Feiern brachten 2560 1708 Verena Liebeck
#behind­the­s­cenes

Als der Alte Wall zur Bühne wurde: Acht Tage, die Hamburg zum Leuchten und Feiern brachten

26.September 2026

Eine Straße im Festival-Modus: acht Tage lang Bühne, Tanzfläche, Licht­kunstwerk und Treff­punkt mitten in Hamburg. Hier kommen unsere Highlights – und ein paar Geschichten hinter den Kulissen.

Los ging es am Freitag­abend, den 11. September um 18 Uhr zunächst mit Schleu­sen­musik – und mit ziemlich viel Publikum. Viele Hundert Hamburger und Gäste kamen zur Eröffnung an den Alten Wall. Und auch der Wettergott spielte mit: Nach bangen Blicken gen Himmel blieb es trocken.

Dann wurde es offiziell – und hell: Bürger­schafts­prä­si­dentin Carola Veit und Martin Wolfrat von Art-Invest Real Estate drückten im wahrsten Sinne des Wortes an der Fleet­seite vom Haus der Bürger­schaft auf den roten Knopf und starteten damit die diesjährige Illumi­nation. Gleich­zeitig feierte die von Licht­künstler Michael Batz eigens für das Haus der Bürger­schaft entwi­ckelte Projektion zum Thema Demokratie Premiere.

Martin Wolfrat und Carola Veit

Passender hätte es kaum weiter­gehen können: Sven Kamin nahm das Thema mit seinem Poetry Slam auf und begeis­terte die Zuschauer mit Wortwitz, Haltung und ordentlich viel Energie.

Prince als Outdoor-Konzert – und plötzlich tanzen fast 500 Menschen

Am Samstag­nach­mittag bewies der Alte Wall dann seine Quali­täten als Open-Air-Dance­floor. Auf Einladung des Nica Jazz Club kamen fast 500 Menschen, um Cosmo Klein und sein Trio mit „Purple 4 Life – A Tribute 2 Prince“ zu erleben.

Cosmo Klein

Und still­stehen? Praktisch unmöglich. Die mitrei­ßenden Versionen der Prince-Hits brachten das Publikum schnell in Bewegung. Einige waren danach offenbar noch so in Dance-Mood, dass die Gelegenheit nutzen, den Abend beim regulären Konzert von Cosmo Klein im Nica Jazz Club fortzu­setzen. Ganz nach dem Motto: Party all night long!

Mit Einbruch der Dämmerung übernahm wieder Michael Batz die Regie: Zahlreiche Hamburger und Gäste kamen, um die kunst­volle Illumi­nation entlang des Alten Walls und der umlie­genden „Blue-Bridges“ zu bestaunen.

Besonders begehrt: die Blitz­lichter am Alten Wall 40, die für spekta­kuläre Effekte sorgten. Aller­dings nicht ganz ohne Hinder­nisse hinter den Kulissen: Gleich zweimal wurden die Kabel geklaut. Die beson­deren Licht­ef­fekte mussten deshalb erst wieder instand gesetzt werden. Sorry – gegen so viel unerwünschte „Inter­aktion“ mit der Licht­kunst waren auch wir machtlos.

Dienstag wurde es hopfig

Am Dienstag ging es dann um Braukunst. Bier-Fans fanden sich im Brauhaus Joh. Albrecht ein und ließen sich von Brauerin Lisa in die Welt beson­derer Biere entführen.

Nur zuhören wäre natürlich ein bisschen theore­tisch gewesen. Deshalb durfte ausgiebig getestet werden. Schließlich versteht man Braukunst am besten, wenn man sie auch schmecken kann.

After Work? Eher After Work-out

Ein weiterer Höhepunkt der Festi­val­woche folgte am Donnerstag: der After-Work-Abend in Koope­ration mit Wallter’s und sipan­d­so­cialhh.

Zwei DJs lieferten die passenden Beats – und schon wurde auf den Terrassen und der Marion-Gräfin-Dönhoff-Brücke getanzt, gequatscht, angestoßen und der Feier­abend ziemlich ausgiebig gefeiert.

Zur Dämmerung kam ein weiteres Highlight hinzu: eine neue Projektion oberhalb der Bucerius-Passage. Und dann tauchten plötzlich drei ziemlich große Überra­schungs­gäste im Publikum auf. Die Stelzen­künst­le­rinnen von Hochkant mischten sich zunächst unter die Gäste und verwan­delten sich mit zuneh­mender Dunkelheit in leuch­tende Kunstfiguren.

In ihren kunstvoll illumi­nierten Kostümen vor der beleuch­teten Archi­tektur des Alten Walls waren sie das perfekte Fotomotiv – und eines der meist­fo­to­gra­fierten Highlights des Abends. Die vielen Bilder und Videos auf Social Media sprachen für sich.

Acht Tage „Talk of the town“

Licht­kunst, Poetry Slam, Prince-Songs, Bier, DJs, tanzende Menschen, leuch­tende Stelzen­wesen – und mittendrin die besondere Archi­tektur des Alten Walls: Das Inter/Wall Festival 2026 hat gezeigt, wie vielfältig eine Straße mitten in der Hamburger Innen­stadt bespielt werden kann.

Eine Woche lang wurde aus dem Alten Wall ein Ort zum Schauen, Zuhören, Tanzen, Probieren und Begegnen. Oder kurz gesagt: Der Alte Wall war definitiv „Talk of the town“.

Wer nicht dabei sein konnte – oder die schönsten Momente noch einmal erleben möchte –, findet viele Bilder auf unserem Instagram-Kanal. Und demnächst gibt es dort auch einen Film mit den schönsten Szenen des Inter/Wall Festivals 2026.

Bis zum nächsten Jahr!