Alles außer gewöhnlich: Die Stelzenkünstler von HOCHKANT kommen als bezaubernde Lichtwesen zum Inter/Wall Festival am Alten Wall

Alles außer gewöhnlich: Die Stelzenkünstler von HOCHKANT kommen als bezaubernde Lichtwesen zum Inter/Wall Festival am Alten Wall 1315 1754 Verena Liebeck
#kunst­i­mal­tenwall

Alles außer gewöhnlich: Die Stelzenkünstler von HOCHKANT kommen als bezaubernde Lichtwesen zum Inter/Wall Festival am Alten Wall

27.08.2026

Am 17. September erwartet Besuchende an der Marion-Gräfin-Dönhoff-Brücke parallel zum After-Work-Event ein magisches Künstler-Trio zur Dämmerung.

Herein­spa­ziert in eine Welt voller tieri­scher Wesen, fantas­ti­scher Kreaturen & komischer Figuren!

Mit über 60 märchen­haften Kostümen wie etwa Insekten, Zaunkönig, Meeres­wesen, Engel, Zwerge und Elfen, sind die ca. 20 Stelzen­künstler von HOCHKANT aus Hildesheim und Hannover deutschland- und auch weltweit unterwegs. Dabei hat die Stelzen­truppe mehr als 20 Jahre Erfahrung im Gepäck. Die übergroßen Charaktere sind als extra­va­gante Eyecatcher schon von Weitem zu sehen, laufen als Walking Acts durch die Menge, inter­agieren mit dem Publikum und verzaubern es. Das ist im wahrsten Sinne des Wortes „hohe Kunst“.

Allein­stel­lungs­merkmal sind die neuen Stelzen-Kostüme, deren Licht­spiel exakt vorpro­gram­miert werden kann. Und so erwarten Besucher und Besuche­rinnen am 17. September zum Finale des Inter/Wall Festivals wunder­schöne Lichtani­ma­tionen, die die riesigen Körper durch­laufen und zur beleuch­teten Archi­tektur eine außer­ge­wöhn­liche und emotionale Kompo­nente addieren. Wir sprachen mit Nina Scholz von Hochkant über diese besondere Kunstart.

Wie kommt man auf die Idee, Stelzenkünstler:in zu werden?

Nina Scholz: Das ist bei jeder Person sicherlich anders. Ich selbst war schon immer viel auf der Bühne, mit Tanz, Musik und Theater, und habe dann mit Ars Saltandi aus Hildesheim den Walk Act kennen­ge­lernt. Später habe ich einen Stelzen­läufer getroffen und fand die Art der Kunst so schön, dass ich einfach mit Stelzen­laufen und Kostüm­nähen angefangen und Hochkant gegründet habe.

Welche Voraus­set­zungen muss man mitbringen?

NS: Im Grunde reicht die Freude an der Sache, und Mut. Alles andere kann man erlernen.

Wie lange dauert es, bis man diese Kunst perfekt beherrscht?

NS: Das ist bei jedem und jeder sehr unter­schiedlich. Manche laufen schnell los, bewegen sich sehr frei und haben beim Auftritt schnell Freude und die Kapazität, alles andere wie den Umgang der Kostüme schnell aufzu­nehmen, andere schaffen es nach vielem Training nicht, ohne Festhalten zu laufen. Das ist Kopfsache und hat nichts mit Vorer­fah­rungen zu tun.

Welchen Hinter­grund haben Ihre Künstler:innen?

NS: Auch das ist sehr unter­schiedlich. Fast alle, aber eben nicht alle, kommen aus einem kreativen Bereich wie Theater, Tanz, aber auch Musik. Manche kommen eher aus dem Sport­be­reich. Wieder andere, wenige, beginnen erst bei Hochkant, kreativ zu sein.

Was macht die Stelzen­kunst von Hochkant besonders?

NS: Sehr ausschlag­gebend sind immer die Kostüme. Da hat jede Gruppe ihre Nische und ihren Stil. Wir haben uns in den letzten Jahren erst auf compu­ter­pro­gram­mierte Lichtani­ma­tionen und andere kleine Gimmicks spezia­li­siert, und dann haben wir auch die Malerei ausgebaut. Ganz zu Beginn haben wir nur mal ein bisschen Farbe gesprüht oder gemalt, dann haben wir etwas mit Airbrush gearbeitet, und nun arbeiten wir an der zweiten Produktion, welche komplett nur mit Airbrush bemalt ist. Heißt, alle Stoffe sind erstmal weiß und werden dann besprüht. Außerdem ist es bei uns Grundsatz, dass wenn wir zum Beispiel Tiere sind, wir nicht sprechen. Wir sind in der Rolle, die wir verkörpern.

Was war Ihr bislang schönstes Erlebnis?

NS: Nach über 20 Jahren Stelzenlauf ist da kein spezi­elles Erlebnis heraus­pickbar. Es gab so viele schöne Momente. Ich liebe die Freude, die ich in den Leuten sehe, wenn wir sie verzaubern! Deswegen liebe ich es nach so langer Zeit immer noch aufzu­treten.  Natürlich ist es auch sehr spannend, bei einer großen Parade im Ausland dabei zu sein, oder in einer Stadi­onshow. Das ist Nerven­kitzel, alle sind gespannt, da poten­ziert sich irgendwie die Energie aller Künst­le­rInnen, die man dann spürt. Hinzu kommen die Spannung und Freude so vieler Zuschauer auf einmal. Das ist toll!

Wo oder für wen würden Sie gerne mal eine Stelzen-Show machen?

NS: Da gibt es viel, aber nichts Bestimmtes. Vielleicht mal irgendwo, wo die Menschen arm sind und so etwas sonst nicht sehen, in anderen Ländern. Oder wo viele Künst­le­rInnen zusam­men­kommen und etwas gemeinsam kreiert wird.

Weitere Infos:

Die Stelzen­künstler treten am 17.9.2026 zweimal zwischen 19h und 21h in Licht­kos­tümen am Alten Wall und der Marion-Gräfin-Dönhoff-Brücke auf.

Zu Hochkant:

https://www.instagram.com/hochkant_stelzen_und_feuer/