September 2025: Die Konzert-Tipps des Monats für den Nica Jazz Club

September 2025: Die Konzert-Tipps des Monats für den Nica Jazz Club 1080 1080 Verena Liebeck
#behind­the­s­cenes

September 2025: Die Konzert-Tipps des Monats für den Nica Jazz Club

30.August 2025

Nach der kleinen Sommer­pause startet der Nica Jazz Club im September wieder mit einem vielfäl­tigen Programm. Hier die Tipps vom Nica-Team vom Alten Wall. Tickets und Gutscheine können online oder im Nica Jazz Club zu den regulären Öffnungs­zeiten erworben werden. Diese sind auf der Website für jeden Konzerttag einsehbar.

10. September: Good Funk Vibes: The Next Movement

Das Trio aus der Schweiz hat satten Sound, tanzbare Grooves und vor allem feinsten Funk im Gepäck. Von wegen, die Schweizer hätten es gern gemütlich und sind gemächlich. The Next Movement fegt mit jeder Menge Energie über die Bühnen. Vorbilder wie James Brown, Prince und Miles Davis schimmern im Klang­kosmos von The Next Movement zuver­lässig immer wieder durch, und zugleich kreiert das Trio auf Alben wie „Loud“ und dem nach der Band benannten Zweitwerk mit großer Spiel­freude und techni­scher Präzision seinen ganz eigenen Sound. Sänger und Drummer J.J. Flueck schafft es gemeinsam mit Pascal “P” Kaeser an Bass und Synth und Sam Siegen­thaler an der Gitarre jedes Mal aufs Neue, eine explosive Show hinzu­legen. Lass auch du dich mitreißen.

Hörprobe:

The Next Movement - The Glorious Return Of The Funk [Official Video]

The Next Movement

23. September: Traum­wand­le­risch schön: Yumi Ito

Was für eine Stimme: Wenn Yumi Ito singt, sind tiefe Gefühle im Spiel, traum­wand­le­risch bewegt sich die Schwei­zerin mit japanisch-polni­schen Wurzeln durch die Tonlagen, bringt Schat­tie­rungen und Nuancen hervor, wie man sie bisher nur von wenigen Sänge­rinnen gehört hat. Yumi Ito gilt als eine der heraus­ra­genden Künst­le­rinnen der Vokal­im­pro­vi­sation und überschreitet mühelos die Grenzen zwischen den Genres. Als Sängerin, Pianistin, Kompo­nistin und Impro­vi­sa­torin vereint sie musika­lische Vielsei­tigkeit mit techni­scher Brillanz. Die Musik wurde ihr in die Wiege gelegt: Als Tochter eines japani­schen Pianisten und einer polni­schen Mezzo­so­pra­nistin wuchs Yumi in der Schweiz auf, geprägt von einem außer­ge­wöhn­lichen musika­li­schen Umfeld. Dennoch musste sie ihren eigenen Weg finden. Mit klassi­schem Jazzgesang konnte sie sich nicht anfreunden. Erst die Entde­ckung des Experi­men­tellen öffnete ihr neue Welten. Heute verbindet sie Jazz, Art-Pop, Electronica und Neoklassik zu ihrer einzig­ar­tigen musika­li­schen Handschrift. Wie das klingt, muss man live erleben. Gewiss ist aber: Mit einer Stimme, die durch Kraft, Ausdruck und Tiefe faszi­niert, gepaart mit außer­ge­wöhn­lichem Impro­vi­sa­ti­ons­talent und heraus­ra­genden Fähig­keiten als Kompo­nistin, begeistert Yumi Ito ihr Publikum.

Hörprobe:

Ergo Ofinto YT BMC Flight3 Intro1

27.9 und 28.9:  Schau­spielstar Birgit Minichmayr singt Shake­speare – mit Quadro Nuevo & Bernd Lhotzky

In eindring­licher Weise hat Bernd Lhotzky eine Auswahl der Sonette von William Shake­speare neu vertont. Gemeinsam mit ihm und Quadro Nuevo erweckt die Schau­spie­lerin Birgit Minichmayr die vor über 400 Jahren erschie­nenen Gedichte gleich an zwei Terminen im Nica Jazz Club zu neuem Leben. Sie macht uns Shake­speares geheim­nis­volle Poesie als ein Kalei­doskop unter­schied­lichster, teils wider­sprüch­licher Gefühle zugänglich. „Das Ergebnis: ein Fest der Musik gewor­denen Lyrik.“ (BR Klassik)

Mal wispernd, mal schreiend beschwört Birgit Minichmayr extreme Stimmungen herauf und wechselt dabei mühelos Perspek­tiven, Rollen und Geschlechter. Virtuos bewegt sie sich im Spannungsfeld zwischen einem alternden Liebenden, einem andro­gynen Jüngling und einer geheim­nis­vollen Dark Lady. „Wie sie das macht, die Minichmayr? Ohne, dass das aufge­setzt wirkt? Das ist ihre Kunst. Und sie macht richtig süchtig.“ (ORF – Spielräume)

Quadro Nuevo hat auf der Suche nach neuen Klängen den Orient, Afrika und Südamerika bereist. Die Erkun­dungs­fahrt zu Shake­speares Sonetten führt durch die entle­gensten Winkel unseres Inneren und gilt dem Versuch, seelische Tiefen und Untiefen auszu­loten. Mit großer Virtuo­sität und leiden­schaft­lichen Impro­vi­sa­tionen gelingt es den Musikern nicht nur, eine vibrie­rende Verbindung zwischen den Versen der Sonette und den Kompo­si­tionen von Bernd Lhotzky zu schaffen, sondern Shake­speares Schöp­fungen im selben Moment eine vielge­staltige Bühnen­land­schaft zu eröffnen.

Hörprobe:

(424) Birgit Minichmayr sings Shake­speare with Bernd Lhotzky & Quadro Nuevo: My Mistress‘ Eyes - YouTube

Weitere Infos, Tickets und Gutscheine:

https://www.nica-jazzclub.de/de

Birgit Minichmayr