Barlach Halle K und pesch Galerie zeigen beeindruckende Fotokunst von Andreas Lühmann

Barlach Halle K und pesch Galerie zeigen beeindruckende Fotokunst von Andreas Lühmann 2560 1682 Verena Liebeck
#behind­the­s­cenes

Barlach Halle K und pesch Galerie zeigen beeindruckende Fotokunst von Andreas Lühmann

14.Januar 2026

Zum zweiten Mal verbinden sich Kunst und Designi­konen im Unter­ge­schoss des Premium-Einrich­tungs­hauses am Alten Wall.

Wer sich den Poppies-Bildern nähert, hält sie zunächst für ein Gemälde. Jedes feine Härchen der Blumen ist zu sehen. Das Licht und die Stimmung erinnern an alte Meister. Doch beim genauen Betrachten erkennt man, dass es sich um Fotokunst handelt. Fast eine Woche lang hat Andreas Lühmann seine Bilder­serie fotogra­fiert: vom Blühen bis zum Verblühen. „Er ist fast besessen, wenn er arbeitet“, erzählt die Journa­listin und Lyrikerin Annika Ruge, die zusammen mit Elvie Barlach von der Barlach Halle K die Ausstellung für die pesch Galerie am Alten Wall kuratiert hat. Es ist bereits die zweite Kolla­bo­ration zwischen den beiden Partnern.

„Es geht darum, den Betrachter abzuholen, Ruhe einkehren zu lassen. Es ist schöner, Kunst vom Sofa aus anzuschauen. Die pesch-Fläche ist dafür absolut geeignet“, konsta­tiert Elvie Barlach, die schon früher die Kunst des Einrichtens mit dem Zeigen von Kunst verbunden hat. „Die Kombi­nation ist besonders. Kunst wird hier anders gesehen als in Galerien, wo es vor allem ums Kaufen geht.“

Annika Ruge (links) und Elvie Barlach © Götz Wrage (alle Fotos)

Die Schönheit der Dinge

Dass es Andreas Lühmann verdient hat, gesehen zu werden, zeigt jedes einzelne Bild seiner Ausstellung mit dem Titel „Das Ding an sich“. Ob es um die Blumenserie geht oder um die mit gezielten Flamm­stößen bearbei­teten Kamera-Ikonen: Bei ihm liegt die Schönheit in den Dingen selbst – in der Form, den Farben und Linien. „Er lässt das Objekt wirken. Er kennt sein Handwerk sehr gut“, so Elvie Barlach.

Lühmann hat lange als Art Director bei namhaften Agenturen gearbeitet. Seine Zusam­men­arbeit mit zahlreichen renom­mierten Fotografen hat ihn inspi­riert und gleich­zeitig „aufge­fordert, den eigenen Stil unabhängig von Trends und Märkten zu schleifen“ (Ruge). Seine Bandbreite ist dabei groß. Während sein Mistkäfer-Motiv fast wie eine Illus­tration wirkt, lädt sein Bild „Oasis“, das im Jardin Majorelle von Yves Saint Laurent in Marra­kesch entstand, zum Träumen ein. Er schafft dabei eine „Kaufkunst, die nicht gefällig aussieht“, so Elvie Barlach. Und er denkt dabei alles bis zum Ende durch: Für jedes Werk sucht er einen passenden Rahmen.

Für Lühmann spricht aber noch mehr. Er schafft es, mit seinen Bildern berüh­rende Geschichten zu erzählen. „Fotografie hat es schwer, sich abzugrenzen“, so Elvie Barlach. „Wir leben im Zeitalter, in dem alles kopiert wird. Mit KI kann eine Origi­nal­fo­to­grafie sofort verändert werden. Die Geschichte ist daher das Wichtigste am Werk.“

Und so wie seine Kamera-Ikonen-Bilder das Journa­lis­tenherz von Annika Ruge besonders berühren, wirken auf uns noch tagelang die Poppies nach. Wer die besondere Handschrift des Fotografen Andreas Lühmann entdecken möchte, kann dies noch bis Ende Februar in der pesch Galerie im Unter­ge­schoss des Premium-Einrichters am Alten Wall 32 tun.

 

Weitere Infos:

https://barlach-halle-k.de/

https://www.luehmannshot.me/

https://www.pesch.com/standorte/hamburg