Juli 2026: Die Konzert-Tipps des Monats für den Nica Jazz Club

Juli 2026: Die Konzert-Tipps des Monats für den Nica Jazz Club 1080 1080 Verena Liebeck
#behind­the­s­cenes

Juli 2026: Die Konzert-Tipps des Monats für den Nica Jazz Club

26. Juni 2026

Der Nica Jazz Club am Fleet bietet ein vielfäl­tiges Programm für neue und etablierte Jazz-Fans. Hier kommen die monat­lichen Tipps vom Nica-Team vom Alten Wall. Tickets und Gutscheine können online oder im Nica Jazz Club zu den regulären Öffnungs­zeiten erworben werden. Diese sind auf der Website für jeden Konzerttag einsehbar. Sommer­pause ist vom 22. Juli bis 20. August.

1.Juli 2026: Mitreißend: Adam Hall & The Velvet Playboys

Adam Hall, austra­li­scher Sänger, Komponist und ein heraus­ra­gender Trompe­ten­spieler, tat sich 2005 mit The Velvet Playboys zusammen - verbunden mit dem Plan, eine mitrei­ßende, klassische Rhythm & Blues Band zu gründen. Um es kurz zu machen: Der Plan hat bestens funktio­niert. Die Band zeichnet sich durch ihre energie­ge­ladene Live-Perfor­mance aus, und das zusammen mit einem Reper­toire, welches das Publikum umgehend mitnimmt. Dazu eine sensa­tio­nelle multi­in­stru­mentale Brass-Section, bei der man glauben könnte, man hätte ein ganzes Orchester vor sich. So erinnert die Band an die alten Zeiten des legen­dären Rat Pack oder eines Louis Prima im Las Vegas der 50er Jahre – swingender Jazz, rockiger Rhythm and Blues und Boogie Woogie.

Hörprobe:

https://www.youtube.com/watch?v=Cqs9xEoW7MA

Adam Hall

4.Juli 2026: Selbst Quincy Jones ist Fan von Sängerin NOA

Die in den USA aufge­wachsene jemeni­tisch-israe­lische Sängerin NOA bewegt sich in ihrer mehr als 25-jährigen Karriere mühelos zwischen den Musik­stilen und beein­druckt weltweit mit ihrem engels­gleichen Sopran. Geprägt durch ihren Mentor Pat Metheny sang sie bereits mit Größen wie Stevie Wonder, Andrea Bocelli, Al Di Meola, George Benson und Sting. Produ­zen­ten­le­gende Quincy Jones war derart angetan von NOA, dass er sie 2019 für das Album „Letters to Bach“ dem Grammy-Komitee vorschlug. Mauern aus Sprachen, Religion und Vorur­teilen möchte sie überwinden und musika­lisch Brücken bauen für mehr Respekt und Dialog. Ihr aktuelles Album „The Giver and the See“ ist das erste Projekt, das sie unabhängig von ihrem langjäh­rigen musika­li­schen Partner Gil Dor reali­siert hat. Die von Noa geschrie­benen Songs entstanden in Zusam­men­arbeit mit dem Grammy-prämierten Pianisten Ruslan Sirota, der das Album auch produ­ziert hat. Auf ihrer konti­nu­ier­lichen Mission der Versöhnung, Dialog und Mitgefühl setzt dabei auf die Großzü­gigkeit des Teilens, der Fürsorge und des Gebens. Für ihr Engagement für Frieden und Versöhnung zwischen Juden und Paläs­ti­nensern erhielt sie unter anderem die Auszeichnung „Pilgrim of Peace“ des Franzis­kaner Ordens von Assisi. Neben ihrer Tätigkeit als UN-Botschaf­terin als Brücken­bauerin zwischen den Kulturen trat sie bereits vor drei Päpsten und im Weißen Haus auf.

Hörprobe:

https://www.youtube.com/watch?v=6aToalQwCYQ

NOA

14.Juli 2026: Soul-Magie und spiri­tu­eller Groove: Annie & The Caldwells

Es ist wahrlich eine bemer­kens­werte Geschichte: 1975 nimmt die US-ameri­ka­nische Soul- und Gospelband The Staples Jr. Singers ihr einziges Album „When Do We Get Paid” auf. Fast 40 Jahre später entdeckt David Byrne von den Talking Heads die Platte, die von der „Zeit“ als „heilige Musik“ beschrieben wird, und veröf­fent­licht sie neu. Inzwi­schen hatte sich Sängerin Annie Caldwell ins Privat­leben zurück­ge­zogen, eine Familie gegründet, ein Beklei­dungs­ge­schäft eröffnet. Und schließlich hat sie daraufhin eine neue Band auf die Beine gestellt - zusammen mit ihrem Mann, ihren Söhnen und ihren Töchtern: Annie & The Caldwells. Das Debüt­album der Band erschien im März 2025 auf Byrnes Label Luaka Bop und wurde vom Guardian direkt auf die Liste „Best Albums of 2025 so far“ gesetzt. Ihr energie­ge­la­dener Mix aus spiri­tuell geprägtem Gospel und wuchtigem Funk gilt als unver­gleich­liche Live-Erfahrung. Übrigens: Das Beklei­dungs­ge­schäft der Caldwells ist immer noch an fünf Tagen in der Woche geöffnet, zumindest wenn die Familie nicht auf Tour ist. Alle Bandmit­glieder gehen darüber hinaus weiterhin einer regulären Beschäf­tigung nach: als Gabel­stap­ler­fahrer, Kosme­ti­kerin, Grund­schul­leh­rerin oder Kranken­trans­port­fahrer. Mehr Erdung geht nicht. Mehr gute Musik aber auch nicht!

Hörprobe:

https://www.youtube.com/watch?v=x4xL3OGDBX0

Weitere Infos, Tickets und Gutscheine:

https://nica-jazzclub.de/de

Annie & The Caldwells © Eric-Welles-Nystrom(