Brauhaus Joh. Albrecht: Gastro-Ikone Hamburgs wieder eröffnet
Alle Fotos © Brauhaus Joh. Albrecht.
Das beliebte Lokal mit eigener Brauerei kehrt an den alten Standort am Alten Wall zurück und verbindet Tradition mit Moderne.
Der Hamburger Frühling kam zurück wie bestellt: Zur offiziellen Eröffnung des beliebten Brauhaus Joh. Albrecht am Alten Wall 38 (direkt an der Adolphsbrücke) durchbrach die Sonne die Wolkendecke. Als wir vorbeischauen, stehen viele Gäste fröhlich mit einem Glas Bier in den nagelneuen Räumlichkeiten. Industrial-Look mit freiliegenden Rohren an der schwarz getünchten Decke trifft hier auf gemütliche Sitzbänke und lange Holztische. „Wir wollen Traditionelles mit modernem Touch verbinden“, sagt Victoria Lotte-Weber, die heute gemeinsam mit ihrem Vater das Familienunternehmen führt. Das ist mehr als gelungen.
Der große Wintergarten bietet viel Licht und einen Blick auf das Fleet, auf dem immer wieder kleine Schiffe Richtung Rathausschleuse schippern. Bei schönem Wetter lassen sich die Fenster sogar öffnen. Knapp 300 Gäste finden Platz in der Gastrostätte, die seit 1991 hier ihren Standort hatte und nur aufgrund der Sanierung des Gebäudes vorübergehend ausziehen musste.
Die Möbel wurden zum großen Teil aufgearbeitet und stammen noch aus der Zeit vor der Sanierung des Gebäudes. Und natürlich darf das traditionelle Senatorenbild am Ende des Raums nicht fehlen. Im Eingangsbereich locken Stehtische und eine lange Bar zum Verweilen – direkt neben den Braukesseln, denn im Brauhaus Joh. Albrecht wird Bier noch selbst gebraut und nicht nur ausgeschenkt.
Zwischen mehreren Sorten kann man wählen: So sind die Hausbiere Messing (hopfig-herb-hell) und Kupfer (malzig-mild-dunkel) längst Klassiker auf der Karte. Darüber hinaus gibt es neue Eigenkreationen wie das Pink-Boot Pale Ale. Hier zählt eben noch echte Brauhandwerkskunst. Bald soll es Brauereiführungen inklusive kleiner Verkostungen geben.
Brauhausküche mit Finesse
Die Speisekarte hat übrigens ein Update erhalten. Natürlich gibt es weiterhin Klassiker wie Wurstsalat, Wiener Schnitzel, Schweinshaxe und Brathendl, aber auch vegetarische Speisen wie einen leckeren Maultaschensalat oder Gnocchi mit feiner Bärlauch-Sauce. Mittags kann man unter der Woche zwischen einem fleischhaltigen und einem fleischlosen Gericht wählen.
Entgegen der ursprünglichen Planung gibt es einen neuen Küchenchef, der zuvor unter anderem im Vleet Restaurant am Hafen gekocht hat. So erhält die traditionelle Brauhausküche eine neue Raffinesse. Alles wird frisch zubereitet – in einer großen Küche, in die man vom Gastraum aus hineinschauen kann. Natürlich stehen auch saisonale Gerichte wie etwa Spargel auf der Karte.
Einige wenige Tische vor dem Brauhaus wird es ebenfalls geben. So kann man bei einem guten Getränk auf die preisgekrönte Architektur am Alten Wall blicken und das Straßenleben beobachten. Geöffnet ist das Brauhaus täglich – also auch sonntags – ab 12 Uhr bis spät in den Abend. So hat man etwa nach einem Besuch des Nica Jazz Club auf jeden Fall noch einen tollen Anlaufpunkt in der Innenstadt, um den Abend ausklingen zu lassen.
Weitere Informationen:
https://www.instagram.com/brauhaus.hamburg/
Mehr über die Geschichte:
https://www.alter-wall-hamburg.de/wie-aus-einer-bierlaune-das-brauhaus-joh-albrecht-wurde/